Im Schnellbus Bahntickets lösen
Am 9. August startet neue Linie Fürstenau–Bersenbrück
Am 9. August startet die neue Schnellbuslinie im Pendelverkehr zwischen Fürstenau und dem Bahnhof Bersenbrück über Schwagstorf und Ankum. Im Stundentakt. Die Verantwortlichen kurbeln die Werbung an.

Denn nun gilt es, das neue Angebot – „Von Fürstenau bis nach Osnabrück in nur einer Stunde“ – bekannt zu machen. Die Idee des Schnellbusses sei nicht zuletzt auf Kritik von Berufspendlern entstanden, erläutert Ankums Bürgermeister Detert Brummer-Bange. Diese hätten bemängelt, dass am Abend, zumal wenn der Zug aus Osnabrück Verspätung habe, die Verbindung vom Bersenbrücker Bahnhof ins Umland nicht gesichert sei.
Abhilfe ist in Sicht: Landkreis, Samtgemeinden, Kommunen und Busunternehmen haben gemeinsam überlegt, wie sie den öffentlichen Nahverkehr verbessern könnten. Das Ziel der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) Nord: Schneller, regelmäßiger und zuverlässiger soll der Weg nach Osnabrück und zurück werden. Die Busse sollen bis in die Abendstunden und Samstag und Sonntag verkehren.
„Mit der neuen Linie 650 ist uns eine Supersache gelungen, von der alle Bürger, vor allem die Berufspendler, profitieren werden“, zeigte sich Samtgemeindebürgermeister Horst Baier bei der Vorstellung des erweiterten Busplanes auf dem Neuen Markt in Ankum zufrieden. Um die vom Landkreis geforderte schnelle Verbindung einzuhalten, habe man allerdings einen Wermutstropfen hinnehmen müssen: Auf dem Neuen Markt wird der Schnellbus nur aus Richtung Bersenbrück nach Fürstenau Station machen. Für die Gegenrichtung ist gegenüber an der Bundesstraße 214 die provisorische Bushaltestelle „Am See“ eingerichtet worden. Die Fahrgäste, die vorher ohne Unterbrechung durchfahren konnten, müssen nun umsteigen. „Alles andere hätte uns zu viel Zeit gekostet“, räumt Baier ein.
Die gute Nachricht: Die Fahrgäste können voraussichtlich als Erste in Niedersachsen bereits während der Busfahrt ihre Tickets für die Nordwestbahn lösen. „Weil dieser Service eine Premiere in Niedersachsen ist, muss allerdings noch die Niedersächsische Tarifgesellschaft zustimmen“, erklärt Busunternehmer Karl Hülsmann.
„Von Bersenbrück in die weite Welt hinaus“, beschreibt Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken augenzwinkernd die Perspektiven und verweist darauf, dass dann auch Fahrkarten sogar bis in die Landeshauptstadt Hannover bequem im Schnellbus erworben werden können.
„Wir rechnen nicht wirklich damit, dass sofort hundert Mann in den ersten Schnellbus einsteigen“, geht Karl Hülsmann die Sache gelassen und mit einer gesunden Portion Realismus an. Daher werden auf der Linie 650 neben Linienbussen des Busunternehmens Nieporte auch Kleinbusse der Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn eingesetzt. Alle Fahrzeuge seien klimatisiert und behindertengerecht ausgestattet.
Und was passiert, wenn die Plätze knapp werden? „In diesem Fall können wir sofort umplanen“, versichert Hülsmann, „und umgehend größere Fahrzeuge einsetzen. Wir sind auf alles vorbereitet.“
Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
Autorin (Text und Foto): Ulrike Havermeyer