Balu und Du - Patenschaftsmodell in Bersenbrück erfolgreich
Bereits im zweiten Jahr ist das Patenschaftsmodell „Balu und Du“ in der Samtgemeinde Bersenbrück und in der Stadt Bramsche erfolgreich. Im Mittelpunkt stehen dabei Grundschulkinder, die durch Mentoren in einem Eins-zu-eins-Verhältnis über ein Jahr lang regelmäßig begleitet werden.
Die Mentoren werden „Balus“ genannt, in Anlehnung an den großen starken Bären aus dem Dschungelbuch, der dem kleinen Mogli auf spielerische Art die Welt des Dschungels zeigt und sein Selbstbewusstsein stärkt. Das ist auch das Prinzip des Patenschaftsmodells im Rahmen von PaC – Prävention als Chance -, das seit zwei Jahren mit SchülerInnen der Fachschulausbildung Sozialpädagogik an den Berufsbildenden Schulen in Bersenbrück durchgeführt wird. Einmal pro Woche treffen sich die Balus jeweils mit ihren Mogli-Grundschülern und verbringen mit ihnen einen Nachmittag. Spielen, Sport, Eis essen, Kochen, Basteln, Schwimmen, ein Besuch im Zoo oder im Bürgerpark in Osnabrück stehen dann auf dem Programm. Durch diese direkte und sehr persönliche Zuwendung erhalten die Kinder Wertschätzung und Selbstbewusstsein, sie erfahren eine positive Selbstwahrnehmung. Das wirkt sich positiv auf ihr Verhalten in der Grundschule aus, erfahren die Balus von den Lehrkräften, mit denen sie in Kontakt stehen. Und das hält an, auch nach dem gemeinsamen Jahr. Oft hält auch die Verbindung zwischen Balus und Moglis noch weiter, wissen einige Balus aus Erfahrung, obwohl manche Moglis gerade am Anfang sehr gehemmt sind. „Es ist einfach toll, wenn die Kinder nach und nach Vertrauen fassen und die Fortschritte erkennbar werden“, sagt ein Balu im Rückblick. Für diese Erfahrung lohnt sich auch die Zeitinvestition, welche die Balus in die Vorbereitung der gemeinsamen Nachmittage und in das Führen eines regelmäßigen Tagebuchs investieren. Nicht nur die Moglis, auch die Balus sammeln in diesem Jahr wichtige Erfahrungen, die sie für ihr späteres Berufsleben verwenden können. Dazu gehören auch die Begegnungen mit den Eltern, die den Balus gelegentlich mit Misstrauen, besonderen Anforderungen oder auch Eifersucht begegnen, bevor sich das Verhältnis positiv und entspannt entwickelt. „Der Bedarf an Balus ist groß, zeigen uns die Anfragen aus den Grundschulen“, sagt Marianne Pohlmann, Lehrerin an den BBS und Betreuerin der Balus. In Bersenbrück wird das Patenschaftsmodell nach den Sommerferien noch intensiviert. Dann werden neben den sozialpädagogischen Fachschülern auch Schüler und Schülerinnen aus der Oberstufe des Gymnasiums als Balus aktiv werden. Eine gute Nachricht für die Moglis in den Grundschulen.
Mit unseren Moglis wären wir doppelt so viele, demonstrieren die Balus mit dem Spiel- und Sportzubehör im Doppelpack.
erstellt am 20.07.2010




